Oskar Kokoschka im Belvedere Wien
Schloss Belvedere – Wien
Oskar Kokoschka. Träumender Knabe – Enfant terrible
Unteres Belvedere
24. Januar bis 12. Mai 2008
Das Belvedere präsentiert das frühe Schaffen Oskar Kokoschkas, des bedeutendsten Vertreters des österreichischen Expressionismus, erstmals in Form einer Werkschau.
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Selbstbildnis 1917
Öl auf Leinwand, 79 x 63 cm / Von der Heydt-Museum, Wuppertal © Fondation Oskar Kokoschka/VBK, Wien 2008 |
Geprägt vom linearen Stil der “Wiener Secession”, erlangte Kokoschka mit seinen grafischen und auch literarischen Beiträgen für die Avantgarde-Zeitschrift Sturm bereits früh internationale Anerkennung. Gleichzeitig sorgte er mit seinen malerischen Porträts für Aufsehen, in denen er sich statt auf die Wiedergabe von Äußerlichkeiten auf die Darstellung der subjektiven Befindlichkeiten der Porträtierten konzentrierte.
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Doppelbildnis Hans und Erika Tietze, 1909
Öl auf Leinwand, 76,5 x 136,2 cm, Museum of Modern Art, New York © Fondation Oskar Kokoschka/VBK, Wien 2008 |
Die rund 145 Exponate der Ausstellung (Gemälde und Papierarbeiten) vereinen sämtliche künstlerische Ausdrucksformen Kokoschkas und veranschaulichen seinen Weg vom „Träumenden Knaben“ des Jugendstils hin zum expressiven „Enfant terrible“ der europäischen Kunstgeschichte.
In die Schau miteinbezogen sind Meisterwerke von Auguste Rodin, Paul Gauguin und George Minne, welche das Schaffen Kokoschkas nachhaltig prägten.
KOKOSCHKAS FRÜHWERK IM BELVEDERE
Eines der Ziele der Ausstellung über Kokoschkas frühe Schaffensjahre ist, ihn und seine Kunst erstmals auch im Kontext seiner Zeit zu zeigen. Kunstwerke seiner Schulkollegen, Professoren und bedeutender internationaler Künstler werden in die Schau miteinbezogen. Die gezeigten Vergleiche veranschaulichen den künstlerischen Weg eines im Späthistorismus eingeschulten jungen Mannes, der innerhalb weniger Jahre zum expressivsten Künstler der Kunstgeschichte avancierte.
Zahlreiche Aktstudien zeugen von der Fortentwicklung seiner Körperauffassung und der Auseinandersetzung mit den von Auguste Rodin, George Minne, Ferdinand Hodler und Pablo Picasso aufbereiteten neuen Ausdrucksformen. In den Akten nach sich bewegenden Kindern vollführte der angehende Künstler seinen revolutionären Schritt in den frühen Expressionismus.
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Oskar Kokoschka, Schlafende Frau (aus: Die träumenden Knaben), 1907/1908
Farblithografie 23,5 x 21,5 cm / Lentos Kunstmuseum Linz © Fondation Oskar Kokoschka/VBK, Wien 2008 |
© 2008 Belvedere | Prinz Eugen-Str. 27, 1030 Wien
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